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Lingualtechnik – Incognito, Win und Co.

Bei der Lingualtechnik sitzen die Brackets auf der Zahninnenseite und sind somit nicht sichtbar. Die Außenflächen und damit die sichtbaren Zahnflächen der Zähne bleiben frei und sind daher keiner Einschränkung der Mundhygiene unterlegen. Stattdessen werden Schlösschen auf die Zungenseite der Zähne geklebt.

Welche Nachteile hat Lingualtechnik?

Durch die Zahnspange wird verstärkt das umgebende Weichgewebe irritiert. Die Aussprache ist durch die gestörte Zungenfunktion in den ersten 6 bis 12 Wochen beeinträchtigt, auch Kauen und Schlucken sind erschwert. Die Krafteinwirkungen auf die Zähne können nicht so exakt koordiniert werden wie mit anderen Behandlungstechniken. Lingualtechnik ist immer mit einem hohen Kosten- und Zeitfaktor verbunden. Sowohl die Behandlungsdauer am Zahnarztstuhl als auch die gesamte Behandlungszeit sind länger als bei anderen Techniken. Die Indikationsstellung sollte sehr sorgfältig ausgewählt werden.
Die einwirkenden Kräfte sind jedoch aktuellen Studien zufolge deutlich höher als bei konventionellen festen Zahnspangen oder gar bei herausnehmbaren Alignern, daher ist das Risiko von Wurzelresorptionen relativ zu den anderen Techniken erhöht.

Welche neuen Verfahren gibt es bei der Lingualtechnik?

Durch neue technische Verfahren zur Herstellung von therapeutischen Set-ups und mit „heißer Roboterhand“ vorgeformte thermoelastische Bögen ergeben sich in der Lingualtechnik bessere Anwendungsmöglichkeiten und ein besserer Komfort für den Patienten. Beim Incognito- oder WIN-System werden die Brackets nach einem digitalen Scan der Zahnbögen für jeden Zahn individuell gefertigt, sind daher sehr passgenau und flach gestaltet.
Nichtsdestotrotz besteht das Problem, dass die einwirkenden Kräfte aktuellen Studien zufolge deutlich höher als bei konventionellen festen Zahnspangen oder gar Invisalign®, daher ist das Risiko von Wurzelresorptionen relativ zu den anderen Techniken erhöht.